Große Wässerung

Die Große Wässerung ist mit ca. 9,3 km Lauflänge eines der Hauptgewässer der Planungseinheit Deltarheinzuflüsse. Sie ist als künstliches Gewässer eingestuft und gehört zum Typ der „kleinen Niederungsgewässer in Fluss- und Stromtälern“. Diese sind in der Regel geprägt von sehr geringem Gefälle und äußerst niedriger Fließgeschwindigkeit. Es stellt deshalb eine besondere Herausforderung dar, hier den ordnungsgemäßen Wasserabfluss zu gewährleisten. Auch künstliche Fließgewässer besitzen ökologische Potenziale, weshalb auch sie bei der Bewirtschaftungsplanung nach Wasserrahmenrichtlinie berücksichtigt werden müssen. Für die Große Wässerung wurde im Rahmen der Erstellung des Umsetzungsfahrplans ein Konzept zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern (KNEF) für die Große Wässerung erarbeitet.

KNEF_GW

(KNEF, 2016)

Im Jahr 2014 wurden die Maßnahmen 3 und 4 (Trittsteine) an der Großen Wässerung durch den Schirrhof abgeschlossen. Neben der Uferabflachung wurden Totholzelemente und Bänke angelegt, um das ökologische Potenzial aufzuwerten.

Maßnahme 3 (Bauphase und nach der Bausausführung):

M3_1
M3_2
M3_3

Maßnahme 4 (Bauphase und nach der Bausausführung):

M4_1
M4_2
M4_3
M4_4

Im Jahr 2016 wurden zwei weitere KNEF-Maßnahmen, die als Trittstein im Umsetzungsfahrplan dargestellt sind, umgesetzt. In Maßnahme 2 kam es zur unregelmäßigen Aufweitung des Gewässerquerschnittes mit Verbreiterung der Gewässersohle auf bis zu 5 Meter, zu Böschungsabflachungen im Verhältnis zwischen 1:2,5 und 1:6,5 sowie zur Laufverlängerung des Gewässers um ca. 10 Meter. Gleichzeitig wurde Totholz eingebracht und eine 5 m breite Entwicklungsfläche entlang des Gewässers angelegt.

Maßnahme 2 (Vor und nach der Bausausführung):

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In Maßnahme 5 wurde unter Aufweitung des Gerinnebettes und Abflachung der Uferbereiche ein seitlich einmündender Graben (Kranenburger Bach) naturnah angebunden. Auch hier entlang eine kleinere Sukzessionsfläche mit auentypischem Entwicklungspotenzial.

Maßnahme 5 (Vor und nach der Bausausführung):

M5_1
M5_2
M5_3
M5_4

In Jahr 2017 wurden dann die beiden Maßnahmen 6 und 7 realisiert. Bei Maßnahme 6 wurde der Gewässerquerschnitt einerseits durch die Böschungsabflachung zwischen einer Neigung von 1:4 und 1:6 und einer Verbreiterung oberhalb von Mittelwasser, vergrößert. Totholz wurde zur Verbesserung der Gewässerstruktur eingebracht. Außerdem wurde auch hier ein 5 m breiter Entwicklungsraum entlang des Gewässers angelegt.

Maßnahme 6 (Nach der Bausausführung):

M6_1

Die Maßnahme 7 beinhaltete ebenfalls eine Böschungsabflachung (Böschungsneigungen zwischen 1:4 und 1:7) und eine Verbreiterung der Gewässersohle. Zusätzlich wurde das Gewässerbett gewunden angelegt, um eine Laufverlängerung zu erzielen. Neben Totholzelementen und einer teilweisen Extensivierung der vorhandenen Nutzung, wurden Tiefwasser- und Feuchtzonen entwickelt.

Maßnahme 7 (Nach der Bausausführung):

M7_1

Mit dem Bau des vorgesehenen Strahlursprungs wurde Ende 2017 begonnen. Der Schirrhof konnte diesen dann schon 2019, also 1 Jahr früher als angedacht fertigstellen. Da der Strahlursprung einen möglichst naturnahen Gewässerlebensraum wiederspiegeln bzw. initialisieren soll, wurde die Planung besonders detailreich angefertigt.

Strahlursprung_GW

(Planung des Strahlursprungs an der Großen Wässerung, 2017)

 

Strahlursprung (Bauphase und nach der Bauausführung):

Fotodokumentation
Strahlursprung_GW_Bau_1
Strahlursprung_GW_Bau_2

Im Jahr 2018 wurde eine hydraulische Berechnung mit zusätzlicher Visualisierung der Simulationsergebnisse vorgenommen, um Abschätzungen über die hydraulische Leistungsfähigkeit des geplanten Strahlursprungs im Vergleich zu vorherigen „ausgebauten“ Situation der Gewässerstrecke treffen zu können.

Bild/Ausschnitt aus Simulatiosmodell

Simulation

 

 

Hauptwässerung

Die Hauptwässerung ist ca. 10,5 km lang und ist ein Nebengewässer der Planungseinheit Deltarheinzuflüsse. Sie ist ebenfalls als künstliches Gewässer eingestuft und gehört auch zum Typ der „kleinen Niederungsgewässer im Fluss- und Stromtälern“.

Die im Umsetzungsfahrplan definierten Maßnahmen werden im Jahr 2020 vorangetrieben. Die Bauarbeiten für die Erstellung eines Trittsteins wurden 2020 begonnen. Die Vorplanung des Strahlursprungs ist bereits erfolgt.